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Eine
übersichtliche Standardbeschreibung konnte ich im Buch "SCHNAUZER-PINSCHER"
von Dr. Hans Raeber finden und möchte daraus ziteren.
Gesamterscheinung:
Der
Riesenschnauzer ist das vergrößerte und verstärkte Abbild
des Schnauzers, im ganzen ein trutzig-wehrhafter Hund von Respekt einflößendem
Aussehen.
Typische Wesenszüge sind sein unerschrockenes Draufgängertum,
das mit Ruhe und Besonnenheit gepaart ist, ein gutartiger Charakter und
unbestechliche Treue zum Herrn.
Hoch entwickelte Sinnesorgane, Klugheit, Ausbildungsfähigkeit, Kraft,
Ausdauer, Schnelligkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Witterung
und Krankheiten bestimmen den Riesenschnauzer zum harten, zähen Dienst-
und Gebrauchshund.
Einzelheiten
des Standards
1. Der Kopf:
Der
Kopf ist kräftig, langgestreckt, ohne stark hervortretendes Hinterhauptbein,
von den Augen bis zur Nasenspitze allmählich schmaler werdend. Die
Gesamtlänge (Nasenspitze bis Hinterhauptbein) verhält sich zur
Rückenlänge (Widerrist bis Rutenansatz) ungefähr wie 1:
2. Er soll zur Wucht des Hundes passen. Der Stirnabsatz (Stop) erscheint
durch die Brauen deutlich ausgeprägt, der gerade Nasenrücken
verläuft parallel zur Verlängerungslinie der faltenlosen, flachen
Stirn. Die Kaumuskulatur ist kräftig entwickelt, doch darf keine
stark ausgeprägte Backenbildung die rechteckige Kopfform (mit Bart)
stören. Der Fang endet in einem mäßig abgestuften Keil.
Die Nasenkuppe ist voll und schwarz, die Lippen sollen gut anliegen, sie
sind bei beiden Farbschlägen schwarz.

2.
Gebiß:
Das
vollständige Scherengebiß ist rein weiß, äußerst
kräftig und gut schließend.
3.
Die Ohren:
unkupiertes
Ohr: hoch angesetzt, V-förmig mit Klappfalte oder kleines Stehohr,
gleichmäßig aufrecht getragen.
4.
Die Augen:
Die
dunklen Augen sind oval, nach vorn gerichtet. Das untere Augenlid liegt
an, so daß die Bindehaut nicht sichtbar ist.

5.
Der Hals:
Der
edel geschwungene Hals ist kräftig aufgesetzt und zur Wucht des Hundes
passend, er darf nicht kurz und nicht dick sein. Der starke Nacken ist
erhaben gewölbt, die Kehlhaut liegt straff und faltenlos an (trockener
Hals).
6.
Der Rumpf:
Die
Brust ist mäßig breit, flachgerippt und im Querschnitt oval.
Sie reicht bei guter Wölbung bis über die Ellenbogenhöhe.
Die Vorbrust ist durch den die Schultergelenke überragenden Anfang
des Brustbeins, das Schultergelenk und das Oberarmbein markant ausgebildet.
Die Unterbrust steigt nach rückwärts leicht an und geht in den
mäßig aufgezogenen Bauch über. Der Abstand vom letzten
Rippenbogen bis zur Hüfte ist kurz, damit der Hund geschlossen wirkt.
Die Gesamtlänge des Rumpfes entspricht ungefähr der Widerristhöhe.
Der Rücken ist kurz leicht abfallend. Die obere Begrenzungslinie
ist nicht schnurgerade, sondern zeigt einen leichten, edlen Schwung, der
durch den kräftigen ersten Wirbel des Widerristes, den Rücken
und die leicht abgerundete Kruppe bis zum Rutenansatz gebildet wird.

7.
Die Rute:
Die
Rute wird entprechend dem Tierschutzgesetz naturbelassen.
8.
Die Vordergliedmaßen:
Die
schräg gestellten Schulterblätter und der Oberarm sind gut gewinkelt
und flach, aber kräftig bemuskelt. Die Vorderläufe sind als
starke, allseits gerade Stützen ausgebildet, die Ellenbogen liegen
an.
9.
Die Hintergliedmaßen:
Die
Keulen sind schräg gestellt und kräftig bemuskelt, die Sprunggelenke
sind ausgeprägt gewinkelt.
10.
Die Pfoten:
Die
Pfoten sind kurz, rund und haben fest geschlossene, nach oben gewölbte
Zehen (Katzenpfoten) mit dunklen Nägeln und zähen, harten Sohlen.

11.
Das Haar:
Das
Haarkleid ist rauhhaarig. Es soll drahtig, hart und dicht sein. Es besteht
aus einer dichten Unterwolle und dem keineswegs zu kurzen, harten Deckhaar.
Das Deckhaar ist rauh, weder struppig noch gewellt. Das Kopf- und Beinhaar
ist ebenfalls hart, an der Stirn und an den Ohren etwas kürzer. Als
typisches Kennzeichen bildet es am Fang den harschen Bart und die buschigen
Brauen, die die Augen leicht überschatten.
12.
Die Farbe:
Die
Farben sind rein schwarz und pfeffersalz. Für pfeffersalzfarbig gilt
als Zuchtziel eine mittlere Tönung mit gleichmäßig verteilter
gut pigmentierter Pfefferung und grauer Unterwolle. Zugelassen sind die
Farbnuancen vom dunklen Eisengrau bis zum Silbergrau. Alle Farbenspiele
müssen eine den Ausdruck unterstreichende dunkle Maske aufweisen,
die sich harmonisch dem jeweiligen Farbenschlag anpassen soll. Weiße
Abzeichen am Kopf, auf der Brust und an den Läufen sind unerwünscht.
13.
Die Größe:
Die
Widerristhöhe liegt zwischen 60 und 70 cm.
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